Keine Aufkleber an den Fahrscheinentwertern – keine Beschwerden?

Entwerter am Bahnsteig in Zorneding (Foto: Peter Pernsteiner)

Der östliche Entwerter am Bahnhof Zorneding erhielt im Januar 2015 nach langer Wartezeit endlich mal wieder einen Aufkleber zur schnellen und einfachen Störungsmeldung …
(Foto: Peter Pernsteiner, 20.1.2015)

Am 21. Januar meldete ich in diesem Tagebauch fast schon ein wenig stolz, dass es die Bahn*) nach langen Monaten endlich mal geschafft hat, dem ersten unserer vier Entwerter des Zornedinger Bahnhofs einen neuen Störungsmeldungsaufkleber zu spendieren. Ich hoffte natürlich sehr, dass nun auch bald die anderen drei Entwerter so einen Aufkleber mit der Nummer des Automaten und dem Hinweis auf die kostenlose Störungs-Hotline-Rufnummer 0800 – 2 88 66 44 bekommen.

Entwerter am Bahnhof in Zorneding (Foto: Peter Pernsteiner)

… allerdings haben die anderen drei Entwerter in Zorneding aktuell unter dem Entwerter …
(Foto: Peter Pernsteiner)

Leider habe ich mich geirrt – fast fünf Monate später ist immer noch nichts passiert – und das, obwohl ich schon ein paar Mal höflich bei der Störungshotline gebeten habe, doch endlich mal für neue Aufkleber an den weiteren drei Entwertern zu sorgen. Das letzte Mal vor etwas mehr als zwei Wochen am 30. Juni – aber die Bahn hat wohl einfach keine Lust, diese kleinen sinnvollen Aufkleber zu erneuern.

Nachdem jeder Entwerter eine eigene Nummer hat, sorgen solche Aufkleber dafür, dass man an der Störungshotline einen nicht mehr funktionierenden Entwerter locker innerhalb von nur 30 Sekunden melden kann. Ohne Aufkleber ist es viel komplizierter – man muss mühsam den Namen der S-Bahn-Station nennen und dabei hoffen, dass die Störungsannahme nicht wieder fragt, wie man denn Zorneding schreibt. Danach muss man dann sehr umständlich sagen, dass es sich beispielsweise um den „Entwerter am westlichen Bahnsteigende an der Rampe“ oder um den „linken bzw. rechten Entwerter am westlichen Treppenaufgang“ oder um den „Entwerter am östlichen Treppenaufgang“ handelt. Auf diese Weise dauert eine Störungsmeldung in der Regel drei- bis fünfmal so lange.

Entwerter am Bahnhof in Zorneding (Foto: Peter Pernsteiner)

… immer noch lediglich jämmerliche Kleber-Reste anstatt des üblichen Störungsmeldungs-Aufklebers.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Aber wenn ich mal genauer darüber nachdenke – vielleicht hat das ja Methode und gehört zu einem groß angelegten Arbeitsplatz-Beschaffungsprogramm! Wenn man Störungsmeldungen dank Aufkleber schnell und einfach durchgeben könnte, dann wäre ja die Hotline womöglich zu wenig ausgelastet und könnte Personal sparen! Andererseits wäre auch denkbar, dass die Bahn hofft, wenn es keine Aufkleber gibt, ruft keiner an!

Nein – so böse darf man nicht denken – ich entschuldige mich für diese sicherlich sehr abwegigen Gedanken und hoffe mal schön weiter, dass die Bahn doch endlich mal genügend Geld von unseren weit mehr als 5000 täglichen Fahrgästen in Form des Stations-Entgelts gescheffelt hat, dass sie sich mal diese drei Aufkleber leisten kann!

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