Energieverschwendung nach nur 25 Monaten beendet …

… aber Zugzielanzeiger konnten noch nicht repariert werden

Eine echte Sensation: am Bahnhof Zorneding ist nach nur 25 Monaten tatsächlich schon die gewaltige Energieverschwendung am Treppenabgang abgestellt worden.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Man glaubt es kaum, nach nur zwei Jahren und einem Monat hat es die Bahn*) doch tatsächlich geschafft, die beiden riesiggroßen LED-Strahler am Zornedinger Treppenabgang zum Bahnhof nicht mehr rund um die Uhr selbst bei strahlendem Sonnenschein leuchten zu lassen, sondern endlich mit einem Helligkeitssensor/Dimmer auszustatten (siehe Tagebucheintrag vom 3.4.2016).

Lediglich 25 Monate hat also die Bahn am Treppenaufgang rund um die Uhr für einen gefühlten Sonnenstich gesorgt. Die beiden großen Outdoor-Decken-Leuchten mit jeweils 132 LEDs (vier Module zu je 3 x 33 LEDs) dürften pro Leuchte inklusive Vorschaltgerät locker eine Leistungsaufnahme von 70 bis 100 Watt (oder sogar noch mehr) haben. Selbst wenn wir jetzt mal nur von 50 Watt pro Strahler ausgehen, macht das für durchschnittlich 10 Stunden mit hellem Tageslicht, bei dem die Strahler nicht hätten leuchten müssen, schon in nur einem Monat eine Energieverschwendung von 15 Kilowattstunden. Damit hat die Bahn am Zornedinger Bahnhof in den letzten 25 Monaten allein am Treppenabgang von Zorneding durch die nicht erfolgte Installation eines Dämmerungsschalters für die beiden LED-Leuchten mindestens 750 Kilowattstunden Energie verschwendet. Ein wunderschönes Beispiel, dass die mögliche Energieeinsparung in Deutschland bei der Bundesbahn ein gigantisches Potenzial hat, das man bereits durch ein klein wenig Umsicht ausschöpfen könnte!

Nicht funktionierende Zugzielanzeiger sparen auch Strom

Der Zugzielanzeiger ist am Zornedinger Bahnhof leider doch noch nicht repariert worden und nach wie vor erinnert die Beschriftung des Treppenabgangs an kryptische Zeichen …
(Foto: Peter Pernsteiner)

Aber vielleicht hat ja die Bahn in Zorneding diese Energieverschwendung längst kompensiert – denn die schon mehrmals für lange Zeit nicht funktionierenden Zugzielanzeiger brauchen sicher auch einigen Strom. Schade, dass die Reparaturen dieser Zugzielanzeiger in Zorneding immer sehr lange dauern – das ist wirklich „sehr kundenfreundlich“! Beim aktuellen erneuten Ausfall am 11.4.2018 (nach nur einer knappen Woche Betrieb) hat die Bahn aber immerhin per Twitter sehr schnell geantwortet, dass am 12.4.2018 bereits jemand nachschauen wird. Und am 14.4.2018 erhielt ich per Twitter die Antwort, dass die Ersatzteile bestellt sich und die Reparatur erfolgt, sobald sie eintreffen.

Traurig ist nur, dass nun schon wieder eine Woche vergangen ist, in der unsere Zugzielanzeiger nicht repariert werden konnten. Sehr schade, dass die Bahn für solche Anzeigen, die sicherlich an vielen S-Bahnhöfen im MVV-Bereich hängen, wohl kein Vor-Ort-Ersatzteillager hat – traurig, denn nachdem ja diese Displays wohl öfter ausfallen (bei uns in Zorneding auch schon mehrmals), wäre es meines Erachtens im Sinne von uns MVV-Kunden, hierfür mindestens ein oder zwei komplette Displayeinheiten als Ersatzteillager vorzuhalten!

Für Reparaturen auch weiterhin immer ein Gerüst erforderlich

… aber immerhin wurde die Bahnsteiguhr inzwischen wieder in Gang gesetzt.
(Foto: Peter Pernsteiner)

Sehr enttäuschend ist allerdings, das die Bahn nun auch der Süddeutschen Zeitung gegenüber (siehe Beitrag in der SZ-Ebersberg vom 20.4.2018 unter diesem Link) sinngemäß erklärt hat, dass sie auch weiterhin für jede künftige Reparatur der Zugzielanzeiger ein riesiges Treppengerüst aufstellen will, statt nur noch eine Leiter verwenden zu müssen. Begründung: weil eine Versetzung um nur zwei Meter nach Osten laut Zitat im SZ-Beitrag wohl nicht mehr „für den Kunden den besten Nutzen“ hat. Komische Logik, denn wenn der Zugzielanzeiger zwei Meter östlicher wäre, wäre er zwei Meter näher am vor einigen Jahren extra für Fahrgäste gebauten Glas-Windfang mit Sitzbänken.

Na ja, dann warten wir hier in Zorneding mal geduldig, ob der Zugzielanzeiger wie im SZ-Beitrag von Seiten der Bahn gehofft wird, „dass die Anlage bis Ende April nachhaltig repariert ist.“ Immerhin hat die Bahn aber diesmal einen Defekt am Bahnsteig recht schnell reparieren können: die Bahnsteiguhren funktionieren wieder.

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